Eis - Bannstein

Nach dem stürmisch-maritimen "Galeere" (2009) und dem eisigen "Wetterkreuz" (2012) erschaffen Vordenker Alboin und seine Mitmusiker 2015 ein bedrückendes Werk über die verhängnisvolle Natur des Menschen und die Unmöglichkeit dem ihr innenwohnenden Verderben zu entfliehen.

Mit dem Rückenwind langjähriger Erfahrung komponierten und arrangierten Es für "Bannstein" so abwechslungsreich wie nie zuvor. Düster bedrohlicher Black Metal mit klassisch nordischen Riffs und majestätischer Raserei steht nach wie vor im Brennpunkt, bilden hier aber letztendlich nur das Fundament des Albums. Darauf baut die Gruppe tief melancholische Abschnitte ("Im Noktuarium", "Über den Bannstein"), zäh schleifenden Versatz und griffige Melodien ("Fern von Jarichs Gärten") neben nachdenklichen Momenten ("Im Scho der welken Blätter"), die jedoch nie willkürlich eingesetzt werden, sondern eng mit den Aussagen der Texte verzahnt sind. So begehen Es auf eindrucksvolle Weise den nächsten Schritt zu ihrem künstlerischen Zenit; auf "Bannstein" verschmilzt vielschichtiger Extrem-Metal mit tiefgründiger Lyrik zu einem mehrdimensionalen Gesamtbild.