Antimatter - The Judas Table

Ich singe über meine eigenen Erfahrungen, bin aber fest überzeugt, dass jeder diese Erfahrungen gemacht hat."


Die persönliche Biografie von Antimatter-Kopf Mick Moss ist geprägt von zwischenmenschlichen Enttäuschungen und Selbstzweifeln, die sich daraus ergaben. Die Unzulänglichkeiten des menschlichen Verhaltens und gesellschaftlichen Zusammenlebens zogen sich daher schon immer wie ein roter Faden durch seine Songtexte, doch im Vorfeld von "The Judas Table" war eine in dieser Hinsicht kritische Grenze bei Moss überschritten. Auf dem sechsten Antimatter-Album arbeitet er verschiedene zwischenmenschliche Konflikte in ungewohnter, nahezu wissenschaftlicher Schärfe auf und geht härter denn je mit Menschen aus seinem unmittelbaren Umfeld, aber auch mit sich selbst ins Gericht: "Auf 'The Judas Table' führe ich die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Menschen zusammen, deren herz- und respektloses, hinterhältiges Verhalten mir zahllose vertane Jahre voller Depressionen beschert hat", fasst Moss zusammen. "Sehr lange glaubte ich, das Problem liege bei mir selbst. Ich war immer aufrichtig und habe mein Bestes gegeben, aber immer wieder wurde ich ausgenutzt und betrogen, sodass ich schließlich dachte, ich sei zu nichts nutze und hätte es verdient. Jetzt erkenne ich, dass das Problem die klinisch-pyschologisch seelenlosen Menschen sind, die sich aufgrund ihres Naturells so verhalten haben."

Der befreiende und Kraft gebende konzeptionelle Ansatz schlägt sich auch in der Musik nieder. "The Judas Table" besticht zwar im Kern wie "Leaving Eden" und "Fear Of A Unique Identity" durch eine packende Melange aus melancholischem Art Rock, dunklem Gothic und introspektiven Akustikstücken, wirkt aber anders als frühere Alben insgesamt weniger unruhig und rastlos. Das neue Antimatter-Werk mutet nahezu sanft an und zeugt von einem bisher ungewohnten inneren Frieden, einer gefundenen Mitte - ein Indiz dafür, dass Moss seine quälenden Dämonen endlich besiegt hat?
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The Judas Tour 2015:
Oct 9 – ’De Verlichte Geest’, Roeselare, BE
Oct 10 – ‘Panic Room’, Essen, DE
Oct 13 – TBA, Zurich, Switzerland
Oct 14 – 'Das Bett', Frankfurt, DE
Oct 16 – ‘UnterRock/Geyserhaus’, Leipzig, DE
Oct 17 – ‘Rotunda Centrum Kultury’, Krakow, PL
Oct 18 – ‘Progresja’, Warsaw, PL
Oct 19 – 'Protokultura', Gdansk, PL
Oct 20 – 'U Bazyla Club', Poznan, PL
Oct 21 – ‘K17’, Berlin, DE
Oct 22 – ‘Rock Café St Pauli’, Hamburg, DE
Oct 23 – ‘W2’, Den Bosch, NL
Oct 24 – ‘Boerderij’, Zoetermeer, NL